chli diamantstock

nordgrat

08.07.24

 

da die sonnigen tage in diesem frühsommer äusserst knapp ausfallen, verbinden wir den zustieg zur symphatischen gruebenhütte gleich mit einer kleinen bergtour.


zustieg:

von der handegg (1400m) nach ärlen (1685m), wo man am brunnen die flaschen auffüllen kann. nun zunächst gemütlich, später dann steil ansteigend zum gruebenseeli (2331m). dem hier ansetzenden rücken entlang von westen her zum einstieg hinter dem ersten gratturm (2591m). (T3, 3¼h)


route:

beim ersten gratabschnitt verfolgt man ein ansteigendes rampensystem auf der ostseite, um zum schluss an den grat zurückzuklettern. am höchsten punkt befindet sich eine abseilstelle (12m) in die nächste scharte. wir blieben auf dem rampensystem und erreichten so die steilstufe auf halber höhe, wo einem ein zuverlässiger schlaghaken nach unten hilft.
hier beginnt die eigentliche kletterei: zunächst wenig rechts absteigen (schlinge) und den folgenden steilaufschwung auf einer steilen rampe erklettern (tipp: nicht alle schlaghaken befinden sich in der kletterlinie!). so gelangt man zurück zum grat. nun entlang des grates, bald über einen knackigen steilaufschwung (IV+). weiter dem anschliesend einfacheren grat entlang. von einer wenig ausgeprägten erhebung abklettern und anschliessend aufwärts zum vorgipfel. ein letzter aufschwung leitet zum gipfel. (2¾h)

bewertung: E2, ZS+, IV, 40°

material: 40m-seil, schlingen, 3 express, cams #0,3 bis #2, im frühsommer steigeisen und pickel (zum abseilen über die N-flanke braucht es ein 50m-seil)
lässt sich gut in bergschuhen klettern

angetroffene verhältnisse am 8.juli 2024:
sowohl zu- wie auch abstieg sind in diesem frühsommer 24 mit den perfekten firnbedingungen ideal. der grat dann tiptop trocken.

keine weiteren seilschaften an diesem berg


abstieg:

zunächst über den westgrat einfach bis in die lücke 2737, wo man sich nach norden wendet. entlang von gut sichtbaren steinmännern in der schutttigen flanke absteigen. beim letzten grossen steinmann sieht man gleich rechts in unmittelbarer nähe zwei kleinere steinmännchen: entlang diesen circa 8m zum von hier aus noch nicht sichtbaren abseilstand abklettern, wo man im frühsommer mit 25m auf das firnfeld gelangt. später im jahr hilft ein weiterer inox-bohrhaken über die folgende steilstufe hinweg (vorsicht beim seilabziehen: seilverklemmer nicht unwahrscheinlich).



ärlen, brunnen
chli diamantstock nordgrat: der beliebte brunnen auf ärlen



chli diamantstock N-grat
chli diamantstock N-grat: der nordgrat von ärlen aus gesehen. der einstieg befindet sich in der lücke hinter dem untersten gratturm



gross diamantstock
chli diamantstock nordgrat: blick zum gross diamantstock sowie rechts am bildrand zum ostpfeiler des nordgrates



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: auf bestem firn geht es steil in die lücke, wo sich der einstieg befindet



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: schönes plateau am einstieg, um sich bequem für's klettern bereit zu machen



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: abklettern oder abseilen vom ersten grataufschwung (©rl)



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: im flachen mittelteil



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: die abkletterstelle im oberen teil



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: die letzten seillängen zum gipfel, hinten gut sichtbar die lücke pt.2737 (©rl)



gross diamantstock ostgrat
chli diamantstock nordgrat: blick vom gipfel zum gross diamantstock ostgrat...



hiendertelltihorn
chli diamantstock nordgrat: ...und zum hiendertelltihorn



taxiflug
chli diamantstock nordgrat: für vier überforderte holländer gibt's taxiflüge aus dem steilauihorn SE-grat



chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: der schöne nordgrat von der gruebenhütte aus gesehen



alplistock, chli diamantstock nordgrat
chli diamantstock nordgrat: alplistock und chli diamantstock, rot eingekreist die abseilstelle in der nordflanke (©rl)



gross diamantstock
chli diamantstock nordgrat: nochmals gross diamantstock und der ostpfeiler mit dem markanten ausbruch


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