gross mythen

geissstock direktes südwändli

06.06.21

 

der ganze mai war regnerisch und kalt, der ganze juni regnerisch und warm - schwierig, um schlaue touren zu planen. heute zeigt der radar erst auf den mittag regen an, also wagen wir uns an eine kurze tour am gross mythen.


zustieg:

von rickenbach bei schwyz (586m) auf schönem wanderweg via algischit, rätigs und trogeli nach hasli. beim schober (~1185m) geht's nordwärts in den wald und anschliessend steil aufwärts unter die felsausläufer der geissstock-südwand. auf gutem gemspfad westwärts zur scharte unterhalb des adlerspitzlis (T2, T5, 1½h).


route:

die route gliedert sich in drei abschnitte:
- zunächst in gemütlicher kletterei in für mythenverhältnisse erstaunlich gutem felsen über den südgrat auf's adlerspitzli (1455m). (irgendein wohlmeinender sanierer glaubte hier einige zusätzliche überflüssige haken einbohren zu müssen - aber unglaublicherweise werwendete er noch in der heutigen zeit verzinkten schrott! wann endlich wird inox A4 zum standart???) (meist II, einzelne stellen III, am laufenden seil geklettert ½h). kurzer abstieg in die scharte zwischen adlerspitzli und geisstock.
- das geisstock S-wändli setzt direkt in der scharte an: zunächst einfach über felsige schrofen an die sich stark aufsteilende geistock-wand (IV). während das klassiche S-wändli auf dem offensichtlichen band nach rechts zieht und oben auf einer schmalen rampe wieder nach links zurückführt (eine knackige V), setzt die direkte variante im schönen riss an, der am linken ende der rampe in die höhe zieht, in einer schönen seillänge (VI+) an bestem fels kommt man wieder auf die klassische linie, wo gleich die ehemalige schlüsselstelle in die höhe führt (VI). nach stand in nische nochmals wenig hoch und dann nach links zur ausstiegslänge, die auf den grasigen gipfel des geisstockes leitet (1¼h).
- bei der scharte zwischen geissstock und gross mythen führt ein wildwechsel links zum nollenbrünneli. von hier könnte man weiter via wyss nollen und gipfelkopf auf den gross mythen (1898m), doch angesichts der nässe und des nebels entschieden wir uns für den weiterweg via schafmatt und rot grätli. (T4, ½h)

bewertung: E2, ZS, VI+

material: 40m-seil, schlingen, 8 express, cams #0,5 bis #1

angetroffene verhältnisse am 6.juni 2021:
aufgrund der anhaltenden und ausgiebigen regenfällen alles eher auf der nassen seite, zudem ständiges nebelnetzen...

keine weiteren seilschaften in dieser route


abstieg:

auf der südostflanke über den mythenweg zur holzegg (1405m) und von hier wieder zurück zum günterigs grübli.



grosser mythen (geisstock direktes S-wändli)
gross mythen (geisstock direktes S-wändli): grün das adlerspitzli, rot das direkte S-wändli, gelb die original-linie (foto aus 2004)



grosser mythen (geisstock direktes S-wändli)
gross mythen (geisstock direktes S-wändli): am laufenden seil aufs adlerspitzli



grosser mythen (geisstock direktes S-wändli)
geisstock direktes S-wändli: das ende der lästigen querung bei der original-route (anlässlich einer begehung im jahre 2004)



grosser mythen (geisstock direktes S-wändli)
gross mythen (geisstock direktes S-wändli): kurz vor dem stand nach der VIer-länge



grosser mythen (geisstock direktes S-wändli)
gross mythen (geisstock direktes S-wändli): gut gesichert (!) auf dem mythenweg zurück zur holzegg


   letzter bericht   
nächster bericht

 

bergtouren chronologisch
bergtouren  alphabethisch
bergtouren  nach regionen

raritäten chronologisch
raritäten nach regionen

nordwände chronologisch
nordwände  nach regionen

klettertouren chronologisch
klettertouren nach regionen

top-10-touren
beste nach regionen
alle 4000er der alpen
weitere häufig besuchte berge

erstbegehungen

möbelschreinerei
kontakt: info_ÄT_holzding.ch

haftungsausschluss