crap furò

ostwand-riss

27.09.24

 

nach ein paar klettertouren in arco liess uns eine warmfront mit nachfolgendem üblem wetter vorzeitig nach hause zurückkehren. da der wetterbericht anderntags ein kurzes zweistündiges trockenes fenster voraussagte, wagten wir uns an die steile zwei-seillängentour im albulatal.


zustieg:

von surava (896m) über die brücke, dann gleich links entlang des flusses nach bot la rezgia. eine waldstrasse (mit einer kurzen wanderwegabkürzung entlang des wildbachs) führt zu einer feuerstelle auf ~1125m. wenige meter auf wanderweg weiter an den südfuss des unübersehbaren turmes, anschliessend dem wandfuss entlang zur markanten rissverschneidung auf der ostseite. (T2, ¾h)


route:

die erste länge führt in steiler risskletterei auf ungefähr zwei drittel wandhöhe, wo man sich am schluss durch ein enges loch auf die westseite des turms zwängt. von hier zunächst kurz in steiler riss- und kaminkletterei richtung gipfel des südturmes, bis man nach norden entlang des grates zum hauptturm weiterklettern kann. (1¼h)
dem zu beginn nicht sehr zuverlässigen felsen wurde sehr grosszügig mit geschlagenen griffen und tritten nachgeholfen, sodass sich die kletterei trotz der steilheit nicht allzu schwierig anfühlt. möglicherweise stecken noch einige originalhaken sowie holzkeile vom erstbegeher hans steger, doch wurde die route 2007 saniert, sodass man sich einigermassen sicher fühlen kann (wenn denn die bolzenanker den spröden fels nicht ausbrechen lassen).

bewertung: E2, VI

material: 2x50m-seile, schlingen, 12 express (risshandschuhe würden das klemmen etwas weniger schmerzhaft machen)

angetroffene verhältnisse am 27.september 2024:
die heftigen regengüsse der vergangenen nacht sowie die nebelschwaden hinterliessen die vielen flechten und moospolster ziemlich rutschig. doch in den ganz steilen partien war der fels einigermassen trocken.

keine weiteren seilschaften in dieser route


abstieg:

durch abseilen nach osten



crap furò
crap furò: bizarre felsformationen bereits im zustieg



spinnennetz
crap furò: auch die spinnen waren fleissig



crap furò
crap furò: vom aussichtspunkt 1129 erblickt man die türme zum ersten mal



crap furò
crap furò: von südwesten gesehen...



crap furò
crap furò: ...und von norden



crap furò
crap furò: eine steile rissverschneidung führt durch die ostwand



crap furò
crap furò: blick in die splittrige wand links



crap furò
crap furò: durch diesen kleinen durchschlupf wechselt man auf die westseite



crap furò
crap furò: die zweite länge überwindet das grosse loch



crap furò
crap furò: zum schluss entlang des südgrates



crap furò, gipfelbuch
crap furò: das gipfelbuch ist schon etliche jahre alt



crap furò
crap furò: blick zum nordgipfel und weiteren benachbarten türmen



crap furò, alvaneu
crap furò: alvaneu im nordosten



crap furò
crap furò: die steile südkante weist noch keine route auf



crap furò
crap furò: durch dieses loch wechselt man von osten nach westen

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