grisighorn
südgrat
21.06.20
nach dem vielen neuschnee der vergangenen tagen darf die gewählte tour nicht zu hoch liegen: wir hoffen auf schneefreie und trockene verhältnisse am markanten gipfel oberhalb der belalp.
zustieg:
von der bergstation der luftseilbahn blatten-belalp (2094m) gehts zunächst auf der fahrstrasse zur bergstation der gondelbahn, dann auf dem wanderweg westwärts über den chelchbach (2009m) und nun hinauf zur "nessjeri" (2094m). diese bisse wird ganz kurz richtung norden bis über den nächsten graben verfolgt, worauf man sich auf wegspuren richtung öügstchumma wendet. nach dem schönen feuchtgebiet weiter richtung NW, bis man auf gut 2700m in die scharte vor dem südgrat (2747m) aufsteigen kann. T4, 2h
route:
nun mehr oder weniger alles dem grat entlang klettern bis pt.2953, wobei der erste aufschwung eher linkshaltend, der zweite auf der rechten begrenzungsrippe angegangen wird. nun wendet sich der grat nach NW. vom steilen abschlussturm kann auf der nordseite 10m an gutem schlingenstand auf ein band abgeseilt werden. der nun folgende aufschwung erklettert man am schönsten links der schuttrinne und wendet sich dann oberhalb dieser etwas nach rechts in eine hier ansetzende verschneidung. zurück am grat angekommen geht es in ausgesetzter, aber einfacher kletterei weiter, bis man den gipfel erreicht. 2¾h
material: 30m-seil, schlingen, cams #0,4 bis #1
angetroffene verhältnisse am 21.juni 2020:
der südgrat ist in perfekt trockenem zustand, doch im abstieg auf dem ostgrat liegen ca. 30cm unverfestigter, durchfeuchteter neuschnee, was eher unangenehm und stellenweise auch etwas heikel ist.
keine weiteren seilschaften an diesem berg
abstieg:
man verfolgt den E-grat bis kurz vor dessen ende und wendet sich unterhalb von ~2800m nach süden (steinmänner). durch die felsstufen zwischen 2700m und 2600m führen wegspuren im zick-zack hinunter, an den entscheidenden punkten leiten einem gut sichtbare steinmänner. T5
nun zurück zur öügstchumma und auf bekanntem weg zurück zur belalp. der von uns gewählte direktabstieg zur wasserfassung (2091m) im hinteren teil des chelchbachtals (um anschliessend direkt die "bälleri" verfolgen zu können) ist nicht empfehlenswert und sehr heikel, da die schrofen im untern teil zu steil und schlecht begehbar sind.
grisighorn südgrat: die einstiegsscharte erreicht man oberhalb des braunen felsausbruchs
grisighorn südgrat: der untere teil des grates
grisighorn südgrat: der zweite aufschwung wird auf der rechten begrenzungsrippe angegangen (©rl)
grisighorn südgrat: alles dem grat entlang klettern (©rl)
grisighorn südgrat: von diesem türmchen wird abgeklettert
grisighorn südgrat: der einfache blockgrat nach pt.2953 (©rl)
grisighorn südgrat: die schlusswand vom letzten gratturm aus gesehen
grisighorn südgrat: kurz vor der abseilstelle
grisighorn südgrat: guter schlingenstand
grisighorn südgrat: linkerhand grüsst das stolze bietschhorn mit dem SE-grat links und dem E-sporn in der mitte
grisighorn südgrat: vergnügliche kletterei an bestem gneis (©rl)
grisighorn südgrat: ausgesetzter, aber einfacher schlussgrat
grisighorn südgrat: im hintergrund würde man die walliser riesen sehen...
grisighorn südgrat: noch (zu) viel neuschnee am bietschhorn
grisighorn ostgrat: am E-grat liegt noch viel ungebundener neuschnee von der vergangenen niederschlagsperiode (©rl)
grisighorn südgrat: das grisighorn mit dem südgrat links
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