finsteraarhorn
gemschgrat (südostgrat)
31.07.12
ein langer grat mit viel auf und ab...
zustieg:
per postauto auf den grimselpass und nun per autostop oder zu fuss an den oberaarsee.
von der staumauer (2305m) via oberaarjoch (3212m) und über den studerfirn auf die gemschlicke (3335m). gute biwakmöglichkeiten (es wäre auch möglich, von der oberaarjochhütte aus zu starten). von der staumauer bis in die gemschlicke 4 bis 5 stunden.
biwakmöglichkeiten
route:
der SE-grat des finsteraarhorns gliedert sich in drei teile, wovon vor allem der mittlere teil schöne kletterei bietet:
der erste teil führt in einfacher, aber teilweise brüchiger kletterei bis in den firnsattel nach pt.3604, wobei alle türme überklettert werden. (circa 2½h)
der zweite teil weist wie erwähnt den schönsten felsen und auch die als turm I bis III benannten erhebungen auf: auch hier werden alle türme und gendarmen überklettert, ausser kurz vor dem gipfel von turm II (3787m), wo man ganz wenig nach E ausweicht, um sofort wieder zurück zum grat zu gelangen. nach turm III (3885m) folgt ein flaches gratstück, dass allerdings mit vielen kleinen gendarmen gespickt ist, die allesamt überklettert werden. (2½ bis 3 h)
nun folgt das dritte gratstück, das zunächst wiederum mit einfacher kletterei beginnt. erst ganz gegen ende, kurz vor dem gipfel, kommt die eigentliche schlüsselstelle des ganzen grates: vom einzigen stand im ganzen grat (1 haken und ein keil) klettert man zunächst ein wenig rechts aufwärts der kante, quert dann eine platte nach links und steigt durch eine unangenehme verschneidung circa 10m an (1 schlechter haken), worauf man sofort wieder zurück an den grat wechseln kann. weiter leicht dem grat entlang zum gipfel (4274m). (nochmals ca. 2½h)
beim SE-grat handelt es sich um einen sehr langen klettergrat. wenn man ihn von weitem im profil sieht, denkt man, dass man einiges an gehgelände antreffen wird. doch wenn man auf dem grat ist, stellt man fest, dass auch die flachen gratstücke ständig gendarmen und felszacken aufweisen, die überklettert werden wollen. ausweichen in die sehr brüchigen flanken ist keine alternative. daher wird die kletterzeit in älteren führern mit 8 bis 10 stunden, in neueren sogar mit 10 bis 15 stunden angegeben. eine schnelle seilschaft sollte den grat allerdings in den 8 stunden schaffen, da sich die kletterei meistens im bereich von WS bis ZS bewegt und nur die schlüsselstelle als S zu bezeichnen ist.
angetroffene verhältnisse am 31.juli 2012:
der ganze grat in perfekten kletterverhältnissen.
lässt sich gut in bergschuhen klettern
die schwierige stelle am schluss musste zwingend geklettert werden, da es infolge der knappen schneeauflage nicht mehr möglich war, nach links in die rinne auszuweichen.
keine weiteren seilschaften in dieser route
abstieg:
via normalweg zur finsteraarhornhütte.
eigentlich wollten wir weiter via agassizjoch und agassizhorn zum fiescherjoch und nach einem biwak hier weiter via fieschrhörnern und walcherhorn zum mönchs- und jungfaujoch.
doch der letzte, sehr brüchige abschnitt vor dem agassizjoch liess uns umkehren und zum neu entstandenen gletschersee südöstlich der finsteraarhornhütte absteigen. nach einem bequemen biwak hier gings dann weiter via den wilden fieschergletscher und einem zu frühen aufstieg zum zugangsweg des slot du dôme hinunter nach fieschertal.
finsteraarhorn - SE-grat: entlang des oberaarsees
finsteraarhorn - SE-grat: von der oberaarlücke aus erschient der grat ab der gemschlicke gar nicht allzu lang...
finsteraarhorn - SE-grat: biwak in der gemschlicke
finsteraarhorn - SE-grat: abendstimmung gegen osten
finsteraarhorn - SE-grat: morgenstimmung
finsteraarhorn - SE-grat: die sonne geht auf...
finsteraarhorn - SE-grat: auf dem grat geht's ständig rauf und runter
finsteraarhorn - SE-grat: tiefblick aus dem letzten teil des grates
finsteraarhorn - SE-grat: vom zweiten biwakplatz aus sieht man den grat nochmals in seiner ganzen länge von der anderen seite
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